Donnerstag 15.09.2016 | Bozukkale – Ciftlik | 16,69 nm

07.00 Uhr | Nane ist wach und liest ein wenig. Heute dürfen wir nicht zu spät los, denn wir sollen früh in Ciftlik sein, zum einen wegen vieler Gäste an Bayram und zum anderen, weil Ciftlik für viele Segler der letzte Stop vor der Netsel Marina ist und donnerstags immer voll belegt ist.

08.00 Uhr | Wir trinken Cay mit Selami und spielen ein wenig mit Fatma. Das letzte Mal dieses Jahr sitzen wir unter dem Eukalyptusbaum – wir werden etwas melancholisch – Urlaub vergeht zu schnell. Nane will noch eine Runde baden gehen und Dirk hofft, davon richtig wach zu werden. Das Wasser hier lässt einen ein wenig frösteln, so frisch war es in keiner anderen Bucht. Aber wir lassen uns die Möglichkeit, hier noch einmal zu schwimmen nicht entgehen.

Bozukkale

9.00 Uhr | Wir machen die Andiamo klar zum Ablegen, aber die Muring unseres Nachbarn an steuerbord geht quer rüber, so dass wir nicht rausfahren können. Das deutsche Pärchen auf der Amel will aber auch in 20 Minuten los, also beschließen wir zu warten. Selami bietet uns an, mit seinem Dinghi raus zu kommen, damit wir früher los können, aber das muss nicht sein. Die SailBest Flotille ist schon weg. Wir trinken noch einen letzten Cay und verabschieden uns von Mustafa und seiner Familie.

9.45 Uhr | Die Amel hat abgelegt, wir wollen auch los, leider verheddert sich die Achterleine im Steg, so dass wir vom Wind auf das Nachbarboot bedrückt werden, aber Dirk “dampft in die Spring ein” und wir winken Selami ein letztes Mal zu. Tschüss Bozukkale.

10.15 Uhr | Der angekündigte Wind lässt auf sich warten, also fahren wir durch die beiden kleinen Inseln unter Motor.

10.30 Uhr | Wir setzen die Genua und kommen mit halbem bis achterlichem Wind aus NW gut voran. ETA 13.30 Uhr

11.30 Uhr | Der Wind ist eingeschlafen und wir müssen ein wenig motoren. Die letzte Fahrt Richtung Ciftlik macht nicht wirklich Freude, denn sie läutet das Ende des Urlaubs ein.

12.00 Uhr | Wir können wieder segeln und liefern uns mit der Lagoon 39 und der Amel noch ein gemächliches Rennen, in dem wir aber vorn bleiben.

13.00 Uhr | Der Wind ist endgültig eingeschlafen und wir starten den Motor um die letzten 20 Minuten Richtung Ciftlik hinter uns zu bringen.

13.15 Uhr | Mit uns kommt Jürgen mit seiner Sundowner in die Bucht. Wir müssen etwas warten, Jürgen soll längsseits gehen, dafür muss aber erst eine kleine Gullet ablegen. Wir fahren rückwärts Richtung Jetty, da rufen sie uns zu, wir sollen an den Kopf des Längsseitsstegs gehen oder innen rein, das wollen wir definitiv nicht und es kommt zu einem hin und her am Steg. Wenn wir reservieren, sagen wir immer wir wollen außen am Steg mit Muring einen Platz, dann heißt es “okay” und wenn wir kommen, wollen sie uns immer woanders hinlegen. Wir haben keine Lust und wollen schon rüber an den Azmak-Steg gehen oder gleich zurück in die Netsel Marina, da lenken sie ein und wir bekommen den Platz, den wir reserviert haben. Neben uns liegt ein türkisches Eigner-Schiff und eine sehr nette Türkin findet es gut, dass wir darauf bestanden haben, da anzulegen, wo wir reserviert haben.

14.00 Uhr | Man ist sauer mit uns und redet erst mal nichts. Jürgen kommt an Bord um “Hallo” zu sagen und wir gehen erst mal eine Runde schwimmen. Besuchen die Sundowner und ihre Crew und lassen uns auf einen Drink einladen, der Heimweg ist ja nicht so lang 😉 Wir verabreden uns, gemeinsam zu Abend zu essen und machen 19.00 Uhr aus.

15.30 Uhr | Ibo kommt an Bord und versucht Nane zu erklären, dass es doch total easy wäre innen zu liegen. Nane sagt, dass wegen der vielen Badegäste und dem Ablegen am nächsten morgen, hier schon viel Hafenkino innen passiert ist und dass sie das nicht will. Wenn wir beim nächsten Mal außen reservieren und er hier keinen Platz frei hat, soll er es sagen, dann gehen wir an einen anderen Jetty. Das will man aber auch nicht. Wir geben uns die Hand, alles gut. Nane macht ein paar Cräcker mit Frischkäse und Tomaten und wir lesen noch ein Wenig an Bord. Der Jetty füllt sich, neben uns kommt eine kleine 36er von Yüksel mit einem türkischen Pärchen, wieso sie die nicht nach innen geholt haben mit dem kleinen Schiff, ist uns ein Rätsel.

17.30 Uhr | Jürgen kommt vorbei, die Jungs von der Sundowner sind hungrig und wollen schon um 18.30 Uhr essen gehen, kein Problem.

18.30 Uhr | Wir gehen zum Essen und bestellen Cigara Börek, KingPrawns und “ChickenSchnitzel”. Nach dem Essen geht Nane noch kurz ins Azmak zur Crew der Lagoon 39 und gibt ihnen einen Stick mit Fotos, die Dirk von Ihnen gemacht hat. Sie sollen den USB-Stick morgen früh  einfach zurück bringen.

22.00 Uhr | Wir nehmen noch einen Absacker auf der Sundowner, unterhalten uns mit Jürgen und seiner Crew und verabschieden uns in die Koje.

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs... die SY Nastassja

 

Mittwoch 14.09.2016 | Sögüt – Bozukkale | 14,96 nm

08.45 Uhr | Wir werden wach und Nane macht sich auf den Weg zum Market, um eine Milch und frisch gebackenes Village-Brot zu kaufen. Gözleme sind auch gerade fertig und sie muss einen mitnehmen, denn die Schwester von Sabit und Salih ist extra früher aufgestanden, um die Gözleme fertig zu haben, wenn Nane zum Einkaufen kommt. Nane hinterlässt noch 10 TYL, dass sich Öykü noch ein paar Eis holen kann.

09.30 Uhr | Außer O-Saft haben wir nicht wirklich Lust auf ein Frühstück und verschieben das auf unterwegs.

10.00 Uhr | Unsere türkischen Nachbarn legen ab, sie wollen heute nach Ciftlik. Das holländische Boot neben ihnen will auch los. Die Muring ist los und die Yacht wird gegen den Jetty gedrückt. Nane und Gülümser schieben das Boot vom Jetty weg. Dann kommt er plötzlich schräg und sie müssen ihn auch noch von der Andiamo wegdrücken. Mit viel zu viel Gas fährt er dann davon. Wir verabschieden uns ein letztes Mal. Dirk dampft in die Spring, damit wir von unserem Nachbarn wegkommen und wir legen ab Richtung Bozukkale.

10.40 Uhr | Nach den zwei Inseln setzen wir die Segel, aber der angesagte Wind bleibt aus und wir kommen nur mit 3,5 Knoten voran.

11.50 Uhr | Wir segeln zwar, aber mit ETA nie macht das nicht so viel Sinn, also holen wir die Segel ein und starten den Motor. Kein Wind – schade.

12.50 Uhr | Zwischen Symi und dem türkischen Festland kommt nun doch etwas Wind auf und wir setzen die Genua. Mit 6 Knoten Fahrt und halbem bis achterlichem Wind sind wir zufrieden.

13.30 Uhr | Wir umrunden Karaburun und wundern uns über eine Segelyacht die zwar unter Motor, aber sehr sehr nah an Land das Kap umrundet.

14.00 Uhr | Nur mit der Genua cruisen wir in die Bucht von Bozukkale. Am Jetty von Mustafa liegen schon 3 Boote von Sailbest und 3 weitere Yachten. Selami steht am Jetty und gibt uns die Muring. Und so liegen wir 5 Minuten später wieder am Steg von Bozukkale. Hier fängt für uns jeder Segeltörn an und hier endet jeder Törn. Ciftlik zählt schon nicht mehr so richtig, denn da ist das Ende zu nah.

14.30 Uhr | Nane macht den letzten Salat mit Schafskäse, Gurken und Tomaten. Dazu gönnen wir uns das Gözleme von Sabits Schwester. Trotz des Windes ist uns warm und wir gehen schwimmen.

endlich Baden

15.30 Uhr | So langsam füllt sich der Jetty, neben uns liegt die Amel “Nastassja”, die wir schon bei Sailors Paradise gesehen haben und auch die Lagoon 39, die wir bei unserem ersten Besuch am Jetty hatten, kommt rein und legt sich innen längsseits. Wir gehen einen Cay trinken, unterhalten uns mit Selami und chillen danach ein wenig an Bord.

17.30 Uhr | Der Jetty ist voll, kein einziges Schiff würde mehr hier hin passen. Mustafa hat noch einen zusätzlichen Kellner eingestellt, um Bayram gut zu meistern. Wir gehen eine letzte Runde schwimmen, bevor wir uns einen Sundowner gönnen.

19.30 Uhr | Wir gehen zum Essen, Nane gönnt sich Dorade und Dirk entscheidet sich für ChickenSis. Wir können die Vorspeisen nicht mal im Ansatz aufessen, auch wenn sie sehr lecker sind. Wir unterhalten uns noch ein bisschen mit der Crew der Lagoon und fragen wo sie morgen hin wollen. Ciftlik ist das Ziel, aber sie haben noch nirgends reserviert. Mustafa übernimmt das und ruft das Azmak Restaurant an – dort ist ihnen ein Platz sicher.

22.00 Uhr | Wir haben noch ein “Kirschsaftschorle” mit Raki als Absacker getrunken und gehen ins Bett.

Bozukkale vorraus

Bozukkale vorraus

Sailors House voraus...

Bozukkale

Sailors House Bozukkale

Unterwasserwelt

Unterwasserwelt

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

Andiamo

unterwegs

unterwegs

Bozukkale

Bozukkale

...sehr schön

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

 

Montag 29.08.16 | Bozukkale – Sailors Paradise | 14,42 nm

8.00 Uhr | Wir sind wach und Micha hat auch schon den ersten Kaffee gekocht. Wir lassen es gechillt angehen da wir heute nur Sailors Paradise als Ziel haben. Nane macht einen Obstsalat mit Joghurt zum Frühstück und Dirk besorgt ein Brot bei Mustafa. Dann gehen wir erst mal eine Runde schwimmen, göttlich. So kann es bleiben.

10.40 Uhr | Mustafa kann sich kaum bewegen, er hat es irgendwie im Kreuz und im Nacken. Micha versucht es mit einer Massage und einem Öl gegen Schmerzen, anscheinend ist der arme Kerl völlig verspannt. Es tut ihm sichtlich gut – hoffentlich hilft’s. Georgio der Italiener kommt mit seiner Dandy II rein. Mustafa fährt ihm entgegen und legt den Katamaran innen an den Steg. Wir unterhalten uns bei Cay in der Skipper Lounge und Mustafa verspricht Georgio, der schon über 80 ist, dass er ein großes Bild von ihm aufhängen wird, wenn er gestorben ist. Nane plädiert dafür, das Bild gleich aufzuhängen und so reden wir ziemlich viel Blödsinn hin und her, haben aber richtig Spaß. Wenn wir mit 80 noch auf dem Meer unterwegs sein können, wäre das ein Traum.

12.15 Uhr | Wir laufen aus und setzen kurz nach Karaburun die Segel – und „gleiten“ anfänglich mit 6 Knoten dahin, durch die Abdeckung von Symi, werden wir immer und immer langsamer, 4 Knoten, 3 Knoten, 2 Knoten, 1 Knoten – Wind yok 😉 ETA nie…

14.00 Uhr | Der Skipper schneidet Birnen in mundgerechte Stücke und gibt eine Runde Kekse aus. Der Wind mag uns heute nicht. Also holen wir die Genua ein, starten den Motor und queren den Yesilova Golf. ETA 15.44 Uhr – dann können wir baden.

14.40 Uhr | Wir passieren die Untiefentonne Atapol Adasi noch 1 Stunde, dann sind wir da.

Sailors Paradise Postkarte

15:45 Uhr | Wir laufen in die Bucht ein und Tarek kommt uns mit dem Dinghi entgegen. Wir sollen noch 10 Minuten an der roten Boje warten, bis ein anderes Schiff abgelegt hat. Kein Problem. Micha und Nane bereiten einen griechischen Bauernsalat vor. Den können wir dann ja gleich nach dem Anlegen essen. Das Timing passt und Dirk fährt gekonnt in die Lücke zwischen zwei große schicke Eigneryachten.

16.15 Uhr | Wir genießen den Salat und freuen uns bei der Hitze gleich auf’s Schwimmen, aber das muss noch warten. Erst mal kommt Wolfgang mit seiner Yavas Yavas rein, dann trinken wir mit der Familie einen Tee und tauschen uns über Neuigkeiten aus. Wolfgang kommt dazu und wir bitten ihn um etwas Kriechöl bzw. WD 40, weil unser Ruder quietscht beim Segeln wahnsinnig laut und nervig. Kein Problem, wir kriegen was wir brauchen.

18.00 Uhr | Wir schwimmen in den letzten Sonnenminuten bevor die Sonne hinter den Hügeln verschwindet, das Wasser ist ein Traum. Danach wird ein wenig gechillt.

19.20 Uhr | Wir machen uns fertig, um zum Essen zu gehen. Aufgrund der Temperaturen sind die Vorspeisen neuerdings in einer gekühlten Glasvitrine – Wolfgang findet das schrecklich, weil der Charme verloren geht, einfach in die Küche zu marschieren und sich den Teller direkt beim Koch mit Leckereien zu befüllen.

20.00 Uhr | Gerade als wir bestellen wollen, bricht Hektik aus. In der Bucht ist eine Gullet havariert. In der Ausfahrt auf der Ost-Seite gibt es einen Felsen, auf den ist sie direkt aufgelaufen und liegt jetzt schräg im Wasser. Eine große Motoryacht eilt zur Hilfe und Dinghis der anderen Gullets. Auch Tarek sprintet los, um zu sehen, wie er helfen kann. Nach 1 Stunde haben sie die Gullet vom Fels gezogen, anscheinend ist sie mit dem massiven Kiel aufgefahren und hat Gott sei Dank nicht mal ein Leck. Wir wundern uns, wie das passieren konnte, denn gerade die Gullet Kaptans kennen sich in diesem Revier sehr gut aus.Gulet - aufgelaufen

21.30 Uhr | Wie immer war das Essen genial. Wir hatten Hunter-Börek, King Prawns, und Salat. Es gibt noch eine Portion Calamares auf’s Haus. Gott sei Dank eine kleine, denn weder Micha noch Dirk mögen das, so dass Nane allein von den Calamres essen muss. Als Nachtisch gibt es Honigmelone und dann kommt Wolfgang an unseren Tisch und wir quatschen über die nächste Saison und eine Online-Berichterstattung für seine zukünftigen Pläne. Nane will unbedingt den Film Bon Voyage sehen, der auf der Yavas Yavas gedreht wurde und so machen wir einen kleinen Kino-Abend im Cockpit der Andiamo. Der Film hat den ersten Platz des Palm Springs Festivals gewonnen und ist in der Auswahl auch eine Oskar-Nominierung zu bekommen. Wir sind fasziniert. Bon Voyage zeigt in nur 20 Minuten das ganze Spektrum an Emotionen, wenn eine Segelyacht auf ein überladenes Flüchtlingsboot trifft. Die Frage nach der richtigen Entscheidung: “Was tun?” Die Bilder bereiten Herzklopfen, treiben Tränen in die Augen und stellen Fakten dar – ohne jede Wertung. WOW – der Film hat uns gekriegt. Richtig gut, sehr wichtig und absolut sehenswert.

22.30 Uhr | Danach quatschen wir noch eine Weile und verkrümeln uns in die Kojen. Gute Nacht. Und ein großes Danke an Wolfgang, dass wir diese Preview genießen durften.

...unterwegs

unterwegs...

der erste Kaffee...

Sailors Paradise

unter Wasser

unterm Kat

Krebs...

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unter Wasser

unter Wasser

unter Wasser

Sailors Paradise

Sailors Paradise