Mittwoch, 22.05.2013 | Cökertme – Yedi Adalar | 15 sm

Cökertme 36°59.900′N  027°44.700′E – Yedi Adalar 36°52.011′N  028°02.994′E

8:30 Uhr ZR war schon schwimmen – es ist richtig kalt. Also lassen Dirk und Nane das heute früh. Es gibt Rührei zum Frühstück, das uns von ein paar Wespen streitig gemacht wird. ZR zählt seine blauen Flecken, Nane ihre Mückenstiche. Nach dieser Bestandasaufnahme wollen wir noch was einkaufen.

9.30 Uhr mal schauen, was der kleine Market an frischem Salat zu bieten hat, wir brauchen noch ein paar Dinge für die Bucht, zumindest mal Brot. ZR und Nane machen sich auf den Weg. Es gibt nur noch 3 frische Brot, die nehmen wir. In der Auslage gibt es keinen Salat, also fragen wir mal nach. Der alte Captan Ibrahim nimmt Nane und ZR mit durch die Küche in den Garten und dort darf sie sich 3 Salatköpfe aussuchen. Maydonuz (Petersilie) gibt es auch noch. Also haben wir heute Abend auf jeden Fall leckeren Salat zur Pasta Gorgonzola, die auf dem Plan steht. Um 10.30 Uhr wollen wir los, dann sind wir erst mal ohne WLAN unterwegs.

10.45 Uhr wir legen ab und verabschieden uns bis zum Sommer von Halil. Es ist diesig, aber wir haben 26° C. Wie üblich erst mal kein Wind. Motorstundenzahl 530,7. Für heute und morgen sind südliche Winde angesagt, T+Ö haben sogar ein SMS von Aura Yachting bekommen, dass sie das bei der Wahl ihrer Anlaufstellen berücksichtigen sollen, also passt es ja ganz gut, dass wir uns auf die Südseite des Golfes verziehen. Das Barometer zeigt konstant 1010 hPa. Heute in Yedi Adalar und morgen in Ingiliz Limani liegen wir über Nacht vollkommen sicher. Mit 5,5 Knoten tuckern wir unserem Ziel entgegen Kurs 122° ETA 13.42. Das Wetter ist komisch – kein Wind aber sehr diesig, außer uns (und T&Ö) ist mal wieder keiner unterwegs.

12.30 Uhr Mückenplage, in kürzester Zeit erlegen wir mind. ein dutzend Mücken die wahrscheinlich in der Luft unterwegs sind und es sich an Bord der Ambiente gemütlich machen wollen. Es klart auf, die Sonne drückt, die Küste wird immer klarer und die Temperatur nimmt zu.  Sommer.

13.30 Uhr Unser Ankerplatz vom Sommer ist belegt. Also wieder in die Bucht, in der wir schon mal  mit der Belina lagen. ZR geht ins Wasser, die Landleinen sind schon in Schleifen gelegt vorbereitet, so dass er beim Schwimmen nur die Leine mitziehen muss. Nane macht den Anker lässt ihn rausrauschen und nutzt leider die mechanische Bremse (mit den Fingern!!!) , um zu stoppen. Die wieder raus zu machen, führt dazu, dass wir den Anker noch mal hoch holen müssen, um das Manöver noch mal zu fahren. Naja, Übung macht den Meister. T+Ö kommen ins Päckchen.

14.15 Uhr jetzt sind wir sicher vertäut nebeneinander und genießen den ersten Drink des Tages. Wir schwimmen, chillen und schlafen. Sogar T war mit uns im Wasser!

18.30 Uhr Nane macht eine riesige Schüssel Salat und kocht zusammen mit ZR Pasta Gorgonzola. Als wir essen, wird es langsam frisch und so können die vorsorglich warmen Klamotten endlich mal angezogen werden. Wir genießen leckeren Wein von T + Ö. Dann kommen die beiden plötzlich mit riesigen Kissen um’s Eck. Dirk meint, die wollen wohl bei uns einziehen. Aber plötzlich fangen diese Kissen an in allen Farben chillig zu leuchten. Jetzt ist die Ambiente eine Chillout-Lounge. Das Ganze lässt sich sogar über eine kleine Fernbedienung farblich steuern. Nane ist begeistert.

22.30 Uhr wir sind müde und verschwinden in den Kojen. Es ist fast windstill. In der Nacht bekommen wir leichten Wind aus SE und unsere Landleine kommt unter Spannung. Nane checkt nachts zweimal die Lage – alles gut.

Dienstag, 21.05.2013 | Palamut – Cökertme | 37,5 sm

Palamut 36°40.196′N  027°30.244′E – Cökertme 36°59.900′N  027°44.700′E

7.30 Uhr wir sind wach – der eine mehr, der andere (Dirk) weniger und ZR macht schon mal Kaffee. Nane geht zum Gemüsehändler und bringt frisches Brot und Simit mit. Zum Frühstück kämpfen die Jungs mit einer Dose Leberwurst, die Technik des Dosenöffners ist ein wenig tricky. Wir verabschieden uns bis Samstag von Gürcan und trinken einen letzten Cay.

10.00 Uhr wir legen pünktlich ab. Der Motorstundenzähler zeigt 526,7 an. ETA 16.30 Uhr. Wind ist derzeit mal wieder keiner in Sicht, dafür ist die Präsenz der Güvenlik und des Militärs erstaunlich hoch, sie kommen auf uns zugerast, stocken auf, drehen ab…folgen uns parallel und geben wieder Gas, das gibt einem schon ein mulmiges Gefühl. Das Militär hingegen liegt gemütlich vor der Kulisse von Knidos und an Bord werden Fotos von der Crew gemacht – es will also keiner etwas von uns. Das Groß haben wir mal gesetzt, in der Hoffnung doch noch etwas Segeln zu können. Darum gibt’s erst mal paar Vitamine. Der Skipper schneidet Pfirsich für alle.

13.00 Uhr – kein Wind…der reichen würde um zu segeln, allerdings unterstützt er etwas…immerhin sind wir dadurch 0,5 Knoten schneller. Die Spitze von Kos bildet keine Abdeckung mehr, die Wellen von Backbord nehmen zu und werden grösser, aber kein Wind, dachten wir…dann endlich ist ausreichend Wind zum Segeln da, aus 16 Knoten halber Wind machen wir mit der Ambiente 7 Knoten Fahrt, allerdings immer noch die doofe Welle von Backbord…die das Steuern nervig macht. T bleibt unter Maschine und folgt uns unauffällig.

14.30 Uhr ZR macht einen Snack und erst jetzt merken wir, dass wir eigentlich Hunger hatten. Simit, Käse, Wurst in mundgerechte Häppchen geschnitten, geschickt, wenn man beide Hände zum Steuern braucht.

15.00 Uhr ETA 15.55 Uhr – nicht mehr lang und wir sind da. Der Wind lässt etwas nach und T kommt mit der Papillon wieder näher. Auf dem letzten Stück überholen, das haben wir gern – und dann noch unter Motor.

15.30 Uhr der Wind wird kräftiger und in Böen haben wir 27 Knoten. Kurz vor der Einfahrt zu Captain Ibrahim in Cökertme holen wir die Genua ein. Das Groß wollen wir in der Bucht einholen, doch der Wind lässt uns trotz Motor fast die Sonne küssen, also holen wir auch das Großsegel ein bevor wir in die Bucht abbiegen.

15.45 Uhr machen wir am Jetty fest, in gewohnter Art kommen die Jungs mit der Muring zum Boot, wir legen uns neben Thomas der uns ja ohne Segeln unter Motor in der Einfahrt überholt hat.

16.00 Uhr Anleger – Baden! Halil begrüßt uns freudig. ZR und Nane gehen sofort schwimmen und behaupten das Wasser wäre angenehm warm. Nane sucht wieder die Logge, Dirk bequemt sich auch ins kalte Wasser um festzustellen, dass an der Stelle wirklich nichts zu finden ist, weil die Öffnung verschlossen ist. Wir checken das an Bord – tatsächlich nur ein Blindstutzen – die Logge liegt daneben und wir schöpfen erst mal Wasser aus dem Boot.

17.00 Uhr ZR kocht Kaffee für alle und Nane schäumt Milch für Cappuccino auf. Ein paar Kekse runden diese Kaffeepause ab.

18.00 Uhr Hassan verabschiedet sich von uns, er muss heute Abend noch nach Hamburg. 3 Tage Schnupper-Segeln bei T+Ö an Bord haben ihm ganz gut gefallen. Vielleicht sehen wir ihn ja beim nächsten Törn wieder. Jetzt wird erst mal gechillt.

19.30 Uhr wollen wir zum Essen. Irgendwie hatten wir noch die Idee, dass wir MM sehen würden, wenn wir hier einlaufen – mit einem Grinsen im Gesicht als Überraschung. Aber anscheinend hat es mit einem späteren Flug auch nicht geklappt. Schade.

Sonntag, 19.05.2013 | Ciftlik – Sögüt | 30 sm

Ciftlik 36°43.000′N  028°14.351′E -  Sögüt 36°39.600′N  028°05.020′E

7.15 Uhr Nane ist wach und richtet Ihren Wind- und Luftdruckmesser ein. ZR kocht Kaffee. Wir haben heute ca. 32 sm vor uns und ab 15.00 Uhr soll es etwas windiger werden, so dass wir früh los möchten. Im Moment ist der Himmel bedeckt und es fühlt sich frisch an. Der Wind weht westlich über die Hügel von Ciftlik.

7.50 Uhr ZR geht Brot holen und will versuchen, zu veranlassen, dass das Wifi aktiviert wird. Irgendwie müssen diese Blog-Einträge ja ins Netz und eine aktuelle Wettervorhersage wäre auch nicht schlecht.

9.20 Uhr wir haben lecker gefrühstückt und trinken jetzt einen Abschluss-Cay bei Kadir im Deniz Restaurant in 30 Minuten wollen wir los…

9.40 Uhr wir legen ab. Vorher haben wir der Nachbar-Crew noch für Palamut das Adamik sowie Selimiye und das Aurora empfohlen. Die erste Stunde fahren wir bei bedecktem Himmel unter Motor. Dann kommt etwas Wind auf, zuerst aus Süd, dann dreht er auf West.

10.20 Uhr wir setzen die Segel. Das Groß aufgrund der Vorhersage erst mal um ¼ gerefft, die Genua aber voll. Im Groß sind ganz schön heftige Falten drin. Der Wind kommt jetzt mit 15 Knoten und die Ambiente macht 6 Knoten SOG. Da die Logge immer noch nicht funktioniert, haben wir nur die Angaben aus dem Chart-Navigator.

11.00 Uhr der Wind ist weg – komplett. Wir holen die Genua ein, starten den Motor und der Skipper versorgt uns mit frischem Obst. ZR mit dem Motto „Fleisch ist mein Gemüse“ macht sich. Heute früh hat er Tomaten und Gurken gegessen und jetzt sogar saure Äpfel – seine Mama wäre stolz auf ihn. Wir sind kurz vor Kizilada.

12.15 Uhr wir hatten eine kurze Starkwindphase die uns dazu veranlasst hatte die Segel zu setzen, allerdings wäre der Kurs dann Rhodos gewesen…da wollen wir nicht hin! Also den „Jockel“ wieder an und los. Der richtige Zeitpunkt für ZR sich eine Tasse „braunes Wasser“ zu gönnen wie sein Bruder zu sagen pflegt ;-) So dümpeln wir mit 5,5 Knoten Fahrt vor uns hin. ETA 15.45Uhr

14.00 Uhr Nane ist der Meinung wir haben Wind…also raus mit der Genua, das Gross steht ja noch, wir drehen in den Yesilova Golf. Die Logge tut immer noch nicht, aber SOG gibt uns 6,8 Knoten an. Bei der Einfahrt in die Bucht von Sögüt machen wir uns auf Fallböen gefasst, hier sind wir letztes Jahr so was von überraschend in den Wind geschossen… Kaum daran gedacht, schon sind sie da – diesmal machen wir daraus aber einfach mehr Speed für die Ambiente.

15.52 Uhr wir liegen am Steg von Captains Table. Nach dem obligatorischen Anleger geht ZR schwimmen. Dirk meint, man solle die Logge checken – “man” naja also ist Nane ins Wasser um das halbe Schiff im etwas trüben Wasser abzusuchen, nix war’s. Also weiter ohne Logge.

17.00 Uhr der Skipper holt Eis, wir genießen das Dondurma in der Sonne am Steg und beschließen einen Cay trinken zu gehen.

Das Abendessen bei Captains Table war mal wieder sehr lecker. Aber wir sind müde und landen schnell nach einem kleinen Absacker in den Kojen.

Packen ist angesagt – aber was…

Die Vorbereitungen sind durch die aktuelle Wetterlage etwas erschwert. Im Moment liegen die Temperaturen zwischen Marmaris und Bodrum nur um die 20 Grad, das ist kühler als gewohnt. Mir nur 20 kg bei Pegasus müssen wir ein wenig mehr jonglieren als sonst. Aber was soll’s in 5 Tagen ist es so weit und was fehlt, können wir uns hoffentlich vor Ort beschaffen. Also weiter hin und her zwischen Waschmaschine, Bügelbrett, Schrank und Seesack ;-)