Charterkautionsversicherung

Eine Charterkautionsversicherung – diese schließen wir ab, seit wir selber chartern, also doch schon eine ganze Weile. Immer wieder frage ich mich – lohnt sich diese ?!

Nun war es soweit, die Charterkautionsversicherung kam zum Einsatz, auf dem Weg von Selimiye nach Sögüt ist uns das (Gross-) Segel “eingerissen”, keine Ahnung wieso und warum, aber es ist geschehen – leider… aber passiert ist passiert.

Bevor ich weiter zu Versicherung schreibe, eines vorweg, ein ganz großes Lob an den Vercharterer und an die 2 Jungs von Mobymarine – nach unserem Anruf, dass das Segel gerissen ist, wurde uns mitgeteilt, dass der Segelmacher nach Sögüt kommen würde, um das Segel zu holen…und dem war so, wie versprochen kamen 2 Jungs an Bord, die das Segel schnell und fachmännisch abgeschlagen haben, alle Leinen und Falle gegen hochrutschen etc. gesichert haben und samt Groß wieder verschwunden sind. Das alleine war schon ein Zeitaufwand von ca 4 Stunden inkl. An- und Abfahrt…?! Wir vereinbarten dann den nächsten Treffpunkt in Ciftlik, hier sollte uns das Segel am nächsten Abend repariert wieder gebracht werden, alles gar kein Problem, denn mit achterlichem Wind konnten wir mit der Genua schön und gemütlich nach Ciftlik segeln.

Am nächsten Tag in Ciftlik angekommen, kamen wie versprochen die 2 Jungs wieder mit dem Segel, sauber ge-, und vernäht (das hält wieder 😉 )  und haben das Segel innerhalb von nur 15 min wieder angeschlagen, rein und rausgeholt und für gut befunden – perfekt. Über den Rechnungsbetrag konnten mir die 2 leider nichts sagen…sie sind ja nur die ausführenden Mitarbeiter…wir mussten uns also überraschen lassen.

Überrascht waren wir dann wirklich, für insgesamt ca 8 Stunden Autofahren, Segel rauf und runterholen und über Nacht noch reparieren/nähen wurden uns nur ganze 130 € (in Worten: einhundertdreissig Euro) von der Kaution einbehalten…ein echtes Schnäppchen.

Kaution…da sind wir wieder beim Thema und der Charterkautionsversicherung, diese habe ich schon von unterwegs über den eingetretenen Schadensfall per E-Mail informiert, um zu fragen wie es weitergeht und was für Unterlagen gefordert werden. Die Antwort kam noch während des Törns:

Hallo die letzte Crew ,
wir danken Ihnen für die Meldung des Kautionsschadens.
Um den Fall an den Versicherer weiterleiten zu können, benötigen wir von Ihnen bitte folgende Unterlagen:

  • Schadensbericht formlos (Beschreibung des Hergangs, Datum, Ort, Unterschrift des Co-Skippers oder eines Crewmitglieds)
  • Kopie des Chartervertrages
  • Kopie der Crewliste
  • detaillierte Reparaturrechnung (Arbeits- und Materialkosten sowie Steuer müssen   ausgewiesen sein)
  • Beleg über einbehaltene Kautionssumme
  • Ihre Bankverbindung

Da wir da ja dann noch vor Ort waren, konnten wir alle erforderlichen Daten und Papiere  noch in Fethiye zusammentragen, die Rechnung vom Segelmacher (der sitzt ja in Marmaris) wurde uns als PDF hinterhergeschickt. Zu Hause angekommen, haben wir dann wie gewünscht alle Unterlagen eingescannt und an den Versicherer gemailt. Eine kleine Korrektur zum Chartervertrag bezgl. der vertraglich vereinbarten und an der Basis zu hinterlegenden Kaution für die Andiamo konnte durch Nachweis der Preisliste vom Vercharterer und Anpassung des Chartervertrages dann die Versicherung gänzlich zufrieden stellen.

Rund 14 Tage später hatte ich kommentarlos 80 € auf dem Konto, nach Abzug der Selbstbeteiligung von 50 € wurde der Schaden also anstandslos bezahlt. Es war zwar “nur” ein Schaden von 130 € – aber wenn das bei grösseren Schäden auch so problemlos abläuft?! Es beruhigt also ungemein und wir werden weiterhin mit Charterkautionsversicherung segeln…  😉

Aber jeder wie er mag – das ist nur unsere Empfehlung – kein muss..

Flüchtlinge in Seenot – was tun?

Flüchtlinge in Seenot – und das in unserem Revier – was sollen wir tun? Diese Frage beschäftigt uns eigentlich schon seit längerem, zumal die Presse hier ja regelmässig darüber berichtet. Bisher war es für uns ja eigentlich immer weit weg dieses Thema, aber mittlerweile werden diese Flüchtlinge (“Boatpeople”) ja auch in unserem Revier der türkischen Küste bei Bodrum / Kos / Symi etc. gesichtet, der Insider berichtete schon im November 2014 darüber. Nachzulesen HIER

Auch in den Sozial-Media Gruppen in Facebook wurde dies nun ein Thema, man diskutiert darüber, welcher Funkspruch abzusetzen ist, welche Maßnahmen getroffen werden können und/oder getroffen werden sollten. Trotzdem bin ich noch immer unschlüssig wie ich selber reagieren werde wenn uns auf dem Segeltörn denn nun Boatpeople sprich Flüchtlinge begegnen werden. Auf unserem Sommertörn 2015 werden Nane und Ich alleine mit der Andiamo unterwegs sein – von daher werden wir wohl aus sicherem Abstand die zuständige Coastguard ( in der Türkei die SAHIL GÜVENLIK ) anfunken und abwarten…schon um uns selbst nicht in Gefahr zu bringen?!

Auf einen kleinen “Ratgeber” von “Pro Asyl” in PDF Form hat mich Inci von Sailvation hingewiesen, diesen kann man ja ausdrucken und eventuell einfach zum Törnführer dazupacken, so hat man Ihn immer griffbereit und kann wenn der Fall eintritt auf die Hinweise zu Küstenwache und Telefonnummern etc zurückgreifen. Schaden kann es auf keinen Fall !!!FlüchtlingeWer noch mehr tun will oder mehr Informationen will, kann sich ja auch an die vielen Organisationen wie z.B Sea-Watch wenden.

Ich wünsche uns allen, das wir nie in eine solche Situation kommen, aber wenn dem so sein sollte, haben wir zumindest mal was darüber gelesen und haben ein paar Rufnummern etc zur Hand. Schaden kann es also nicht!

 

Bootsschuhe – braucht man so was???

Bootsschuhe – hatte ich schon einige, aber eigentlich nie die “Richtigen”, sondern immer irgendwelche Turnschuhe oder Ähnliche, die vorgaben Bootsschuhe zu sein. Auf unserem letzten Törn an Pfingsten habe ich dann gleich mal welche entsorgt – die haben nicht mal diese 2 Wochen überlebt. Und das obwohl ich eigentlich nie Schuhe anhabe an Bord?

Ich trage diese Bootsschuhe nur beim Manöver (auch nicht immer, ich gebe es zu…), beim Anlegen und vor allem beim Ankern, hier möchte ich nicht barfuß oder mit FlipFlops auf die “durchrauschende Kette” steigen müssen…und auf Landgängen durch die Stadt oder auch mal, um auf einen Berg zu steigen, um schöne Fotos zu machen – und das sollten Bootsschuhe ja mindestens aushalten?

Meine Bootsschuhe sollen sicher und bequem sein, sie sollen fest am Fuß sitzen – ich mag keine Slipper – und wenn sie nass geworden sind, müssen sie schnell wieder trocknen. Einen guten Bootsschuh sollte jeder Segler haben. Bei Manövern habe ich so genügend Halt und Grip (durch die spezielle Lamellensohle), sprich Sicherheit beim Hin- und Herlaufen auf dem Boot, das haben wir jetzt auf dem Pfingsttörn extrem zu spüren bekommen bei dem Regen, es war häufig naß und rutschig an Bord. Nebenbei dürfen Sie auch noch gut aussehen 😉 Den richtigen Bootsschuh für mich zu finden, ist also nicht so einfach… Da  Nane nun schon länger ein Modell von Sebago hat und das einfach nicht kaputt gehen will (Pech für Nane – da brauchen wir für Dich keine neuen Schuhe) habe ich mich durch’s Internet geklickt und geschaut was mir von Sebago so gefallen könnte.

Entschieden habe ich mich dann letztendlich für die Sebago Triton Three-Eye Bootsschuhe in Marineblau zum Schnüren – schon die Optik hat es mir angetan 😉
Weiterhin kann ich die Innensohle herausnehmen und die Sohle ist Non-Marking, sprich ich hinterlasse keine Streifen und Schlieren an Deck – das vereinfacht die Endreinigung der Charteryacht…

Sebago Triton Three-Eye Bootsschuh marineblau

Sebago Triton Three-Eye Bootsschuh marineblau

Im Segel Forum bin ich dann über www.12seemeilen.de gestoßen und die durchweg positiven Bewertungen haben mich überzeugt, dort zu bestellen, gesagt getan. Die Lieferung war trotz Streik bei der Post innerhalb von 3 Tagen da – freu 😉

Ausgepackt hab ich Ihn gleich, anprobiert auch – er passt schon mal super und ist sehr leicht und angenehm zu tragen, vor allen barfuß – der erste Eindruck ist also schon mal sehr gut. Meine (sehr empfindlichen) Füsse freuen sich schon tierisch auf unseren nächsten Segeltörn im Sommer. Wir werden mal testen, wie sich der Schuh in der Praxis so schlägt – ich werde berichten… aber um die Eingangsfrage gleich mal vorweg zu beantworten: Ja, vernünftige Bootsschuhe braucht man! …auch wenn wir leider nur 5 Wochen im Jahr segeln gehen…

Skipper Must Have ;-)

Skipper Must Have ;-)

Skipper Must Have ;-)

Skipper Must Have ;-)

Skipper Must Have ;-)